Kirchengeschichte

Die Pfarrkirche St. Wolfgang
Der spätgotische Bau der Kirche von St. Wolfgang von 1439 - 1477 wurde 1484 eingeweiht. Die ursprüngliche gotische Innenausstattung wurde 1679 durch eine Barockausstattung ersetzt.

Der Hl. Wolfgang, flankiert von den Rittern Sigismund und Georg auf dem Hochaltar, der Kreuzigungsaltar beim Nordeingang und vor allem Mutter Anna Selbdritt, eine Holzplastik auf dem rechten Seitenaltar, sind wohl die kunsthistorisch schönsten und wertvollsten Schätze. Reich im Rokokostil geschmückt ist auch die Wolfgangskapelle links neben dem Nordportal. Unter dem Altar der Kapelle sprudelt heute noch die Wolfgangsquelle, von deren Heilkraft die Gemälde an der Empore des Chores berichten.


Die Kirche von Großschwindau

St. Michael in der Schwindau war bis 1736 Pfarrkirche. Der ursprünglich romanische Urbau von etwa 1350 erhielt 1460 ein gotisches Netzgewölbe und nach einem Blitzeinschlag 1783 statt des Spitzturmes einen Turm mit Satteldach.

Im Zuge dieser Renovierung wurde die gesamte Einrichtung der Kirche im Barockstil ausgestattet. 
St. Benno und St. Korbinian auf dem Hochaltar stammen vom Landshuter Bildhauer Christian Jorhann und zählen mit den herrlichen Engeln und Putten, die die gotische Madonna umgeben, zu den hervorragendsten Werken aus seiner Schaffenszeit.


Die Kirche in Lappach

Die St. Remigiuskirche von Lappach war wohl ursprünglich ein romanischer Bau, der vermutlich im "Ochsenkrieg" 1421 - 1424 zerstört und zwischen 1430 und 1490 durch einen gotischen Backsteinbau mit einem bemerkenswerten Netzgewölbe ersetzt wurde.

Das Innere der Kirche ist mit sehr wertvollen gotischen Fresken ausgestattet, die bei der letzten Kirchenrenovierung freigelegt wurden. Die gotischen Figuren des Hochaltars, St. Remigius in der Mitte, flankiert von St. Ulrich und St. Martin, sind die kunsthistorisch wertvollsten Skulpturen der Kirche, gefolgt von den bemalten und teilvergoldeten zwölf Aposteln, dargestellt im Flachrelief auf Postamenten ringsum an den Wänden.


Die Kirche in Pyramoos

Die Kirche St. Agatha ist ein gotischer Bau des 15. Jahrhunderts, dessen Bausubstanz unverändert erhalten blieb, doch stand an gleicher Stelle bereits vorher eine romanische Kirche, die 1315 als Filiale von Burgrain erwähnt wird.

Die Kirche von Pyramoos ist ein kunsthistorisches Kleinod mit einer Reihe von Holzskulpturen, die hohe Qualität gotischer Schnitzkunst verraten: St. Christophorus, St. Barbara und eine Madonna mit Kind. 
Der neugotische Hochaltar trägt weitere bemalte Holzfiguren: Madonna mit Kind und Traube in der Mitte, St. Agatha links und St. Katharina rechts davon und im oberen Altaraufsatz St. Leonhard mit der Kette.


Die Kirche in Schönbrunn

Die St. Zenokirche von Schönbrunn ist ein gotischer Bau des 15. Jahrhunderts, die barocke Innenausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Der Hochaltar mit der Figur St. Zeno, flankiert von den Aposteln Petrus und Paulus, darüber Gott-Vater mit der Himmelskugel, ist in marmor/rotbraun und gold gehalten. 
Das einzige erhaltene gotische Werkstück ist die Grabplatte des Edlen Heinrich III von Schönbrunn (1496 - 1501) im Eingangsbereich der Kirche. 
Der barocke Nebenaltar zeigt die Skulpturen des gegeißelten Jesus und darunter eine schwarze Madonna mit dem Jesuskind.


Die Kirche in Armstorf

Die Kirche St. Laurentius und St. Magdalena von Armstorf war die Schloßkapelle der Edlen von Armstorf.

Das ursprüngliche gotische Bauwerk wurde nach dem Neubau des Schlosses Armstorf 1631 grundlegend restauriert. 
In den neuen Altar, gestiftet von Hans-Joachim Westacher zu Armstorf, wurden zwei gotische Figuren von ca. 1500 eingefügt: rechts St. Katharina und links davon sieht man St. Stephanus. 
Das Hochaltarbild - Magdalena, Christus die Füße waschend - ist eine sehr gute Arbeit aus dem 17. Jahrhundert. Diese stammt von einem niederländischen Meister.


Ausführliche Informationen zur Kirchengeschichte sowie viele Fotos finden Sie in unserer im Jahre 1994 erschienen Chronik "St. Wolfgang - Ein Gang durch die Geschichte einer Landgemeinde im Goldachtal" (648 Seiten, 650 Fotos, Preis: 25 Euro, zu beziehen über die Gemeindeverwaltung und den örtlichen Banken).